PC oder Konsole: Vor- und Nachteile

Im letzten Jahr setzte setzte die Branche rund 24 Millionen PC-Spiele ab; diese Verkaufszahlen wurden 2012 gerade einmal gemeinsam von Playstation 3, Xbox 360 und Wii erreicht. Dies können Sie als klaren Fingerzeig deuten, wie (noch) die Sympathien bzw. Spiel-Vorherrschaft bezüglich PC und Konsole verteilt sind. Wenn Sie die jeweiligen Vor- und Nachteile abwägen, werden Sie schnell fest stellen wieso der PC bei dem Großteil der „Zocker“ die Nase vorne hat.

„Zocken“ auf einem riesigen Bildschirm ist auch mit dem PC möglich

Für die meisten Konsolenspieler zählt der Faktor „Bequem“ zu den entscheidenden Vorteilen einer Spielkonsole. Sie argumentieren, dass Sie bequem und komfortabel mit Gamepad auf dem Sofa zocken können und einen riesigen Bildschirm zur Verfügung haben. Dieser Vorteil bzw. dieses Argument ist aber nicht prinzipiell richtig, denn mit wenigen Handgriffen können Sie auch Ihren Rechner mit dem Fernseher verbinden. Der Aufwand ist zwar etwas höher, da Ihr PC und der Fernseher räumlich vereint werden müssen, aber in der Regel zeigen die meisten Fernseher ein gutes Bild. Mittels einer HDMI-Schnittstelle können Sie ein PC inzwischen ohne Probleme an das Fernsehgerät oder auch an eine Anlage anschließen. Selbst auf den Einsatz eines Gamepads müssen Sie dabei nicht verzichten. Wenn Sie diesen nämlich in den USB-Port stecken, können ihn sauber programmierte Spiele meistens problemlos erkennen und zeigen Ihnen die Tastenbelegung auf dem Bildschirm an. Ein Konsolenhersteller hat diesbezüglich sein Gamepad gleich so konzipiert, dass es generell kompatibel mit einem PC ist. Wenn Ihr Gamepad nicht unterstützt werden sollte, stehen im Netz Freeware-Programme zur Verfügung, mit denen Sie Gamepad-Tasten Maus- und Tastaturbuttons zuweisen können.

Vorteile eines Rechners gegenüber einer Spielkonsole überwiegen

Eine Spielkonsole sei preiswerter; auch dieses Argument der Fangemeinde kann nicht ohne ein „Aber“ so stehen bleiben. Natürlich ist ein guter PC von den Anschaffungskosten her kostenintensiver, dafür können Sie die Spiele aber oftmals günstiger erwerben; zudem sind so genannte Mods (Modifikationen) für PC-Spiele relativ schnell und zuverlässig im Netz verfügbar. Grundsätzlich sind folgende Vorteile für einen PC zu benennen:
Der Rechner ist leistungsfähiger und kann je nach Bedarf optimiert, verbessert und aufgerüstet werden.
Er verfügt über eine höhere Auflösung bzw. bessere Grafik; mit beispielsweise SGSSAA (Bild-Berechnung bezüglich der Kantenglättung) oder Downsampling (Heruntertaktung) können Sie die Optik noch weiter optimieren. So kann ein PC Spielwelten auch mit einer Auflösung von beispielsweise 1920 x 1080 Pixel darstellen, während die Konsolen-Fraktion dies nur bei ganz wenigen Spielen schafft. Zudem haben Konsolen Nachteile bei bestimmten Grafikeffekten sowie Texturdetails.
Aus einem PC können Sie zum Beispiel mittels einer externen Soundkarte einen qualitativ hochwertigen Sound heraus kitzeln.
Für PC-Spiele sind ständig Modifikationen und Updates verfügbar, mit derer Hilfe Programmfehler behoben werden können. Zudem gibt es eine Vielzahl an systemoffenen Spielen im Netz.

Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten

Letztendlich ist es aber auch Geschmackssache. Oftmals ist es so, dass sich die Zockergemeinde rund um Baller- und Sportspielen eher der Konsolen-Fraktion zugehörig fühlt; gerade das Zocken mit Kollegen innerhalb von Multiplayer-Games soll Ihren Spaßfaktor dabei deutlich erhöhen. Aufbausimulationen und Strategiespiele gelten demgegenüber als klassische PC-Games. Spiele gibt es eh für beide Varianten mehr als genug, wobei PC-Umsetzungen von Konsolenspielen auf Grund fehlender Hardware-Unterstützung und fehlerhafter Programmierung oftmals enttäuschen. In diesem Fall sollten Sie dann lieber gleich bei der Konsole bleiben.